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BKK - Pflegekasse

Für Sie da

Einfach erklärt - Änderungen in der Pflege 2017

Unser Erklärfilm informiert Sie schnell und einfach über die Änderungen in der Pflege.

Pflegebedürftig im Sinne dieses Buches sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate bestehen.
Maßgeblich für das Vorliegen von gesundheitlich bedingten Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten sind die in den folgenden sechs Bereichen genannten pflegefachlich begründeten Kriterien:

  1. Mobilität: Positionswechsel im Bett, Halten einer stabilen Sitzposition, Umsetzen, Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen
  2. kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Erkennen von Personen aus dem näheren Umfeld, örtliche Orientierung, zeitliche Orientierung, Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen, Steuern von mehrschrittigen Alltagshandlungen, Treffen von Entscheidungen im Alltagsleben, Verstehen von Sachverhalten und Informationen, Erkennen von Risiken und Gefahren, Mitteilen von elementaren Bedürfnissen, Verstehen von Aufforderungen, Beteiligen an einem Gespräch
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten, nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten, Beschädigen von Gegenständen, physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen, verbale Aggression, andere pflegerelevante vokale Auffälligkeiten, Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen, Wahnvorstellungen, Ängste, Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage, sozial inadäquate Verhaltensweisen, sonstige pflegerelevante inadäquate Handlungen
  4. Selbstversorgung: Waschen des vorderen Oberkörpers, Körperpflege im Bereich des Kopfes, Waschen des Intimbereichs, Duschen und Baden einschließlich Waschen der Haare, An- und Auskleiden des Oberkörpers, An- und Auskleiden des Unterkörpers, mundgerechtes Zubereiten der Nahrung und Eingießen von Getränken, Essen, Trinken, Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls, Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz und Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma, Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz und Umgang mit Stoma, Besonderheiten bei Sondenernährung, Besonderheiten bei parenteraler Ernährung, Bestehen gravierender Probleme bei der Nahrungsaufnahme bei Kindern bis zu 18 Monaten, die einen außergewöhnlich pflegeintensiven Hilfebedarf auslösen
  5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen:
    a) in Bezug auf Medikation, Injektionen, Versorgung intravenöser Zugänge, Absaugen und Sauerstoffgabe, Einreibungen sowie Kälte- und Wärmeanwendungen, Messung und Deutung von Körperzuständen, körpernahe Hilfsmittel,
    b) in Bezug auf Verbandswechsel und Wundversorgung, Versorgung mit Stoma, regelmäßige Einmalkatheterisierung und Nutzung von Abführmethoden, Therapiemaßnahmen in häuslicher Umgebung,
    c) in Bezug auf zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung, Arztbesuche, Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen, zeitlich ausgedehnte Besuche medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen, Besuch von Einrichtungen zur Frühförderung bei Kindern sowie
    d) in Bezug auf das Einhalten einer Diät oder anderer krankheits- oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen, Ruhen und Schlafen, Sichbeschäftigen, Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen, Interaktion mit Personen im direkten Kontakt, Kontaktpflege zu Personen außerhalb des direkten Umfelds.

Alle Kontaktdaten Ihrer persönlichen Ansprechpartner zum Thema Pflege finden Sie auf der Seite unseres Service Teams.

Nutzen Sie das Beratungsangebot unserer anerkannten Pflegeberaterin, Frau Anita Burghart.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der BKK-Pflegeinfo.

Gut versorgt mit der Pflegeversicherung der BKK

Im Alter oder im Fall einer Pflegebedürftigkeit sind Sie bei der BKK Faber-Castell & Partner in sicheren Händen. Über unsere Pflegekasse sind Sie im Pflegefall im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben der Pflegeversicherung abgesichert. Die Leistungen unserer Pflegekasse sichern Sie ab gegen die erheblichen finanziellen Risiken, die im Fall der Pflegebedürftigkeit auf Sie zukommen können. Die wichtigsten Grundsätze und Leistungen der BKK-Pflegeversicherung haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst:
Der Gesetzgeber bezeichnet diejenigen als pflegebedürftig, die ihren Alltag aus Krankheitsgründen oder aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht mehr allein und ohne fremde Hilfe bewältigen können. Diese Beeinträchtigung muss entweder dauerhaft vorliegen oder mindestens sechs Monate anhalten.
Die Art und Höhe der Leistungen aus der Pflegeversicherung orientieren sich daran, ob eine häusliche oder stationäre Pflege notwendig ist. Zudem daran wie hoch der Grad der Pflegebedürftigkeit des Versicherten ist. Die Pflegebedürftigkeit ist nach dem Gesetz in 5 Pflegegrade unterteilt.

Die Einstufung des Pflegebedürftigen erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) - er arbeitet unabhängig. Ausgewählte Pflegefachkräfte des MDK besuchen die pflegebedürftige Person in ihrem Wohnbereich und begutachten, inwieweit Hilfe benötigt wird und legen den Pflegegrad fest.

Wichtig: Stichwort Vorversicherungszeit

Um Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten, müssen Betroffene mindestens zwei Jahre in die Pflegeversicherung eingezahlt haben. Diese Regelung gilt sowohl bei häuslicher als auch bei vollstationärer Pflege und ist seit dem 1. Juli 2008 in Kraft.
Die Pflegeversicherung ist ein komplexes Regelwerk. Wenden Sie sich bitte mit Ihren Fragen direkt an uns - wir informieren Sie gern ausführlich.