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Beitragspflicht aus Versorgungsbezügen

Versorgungsbezüge sind grundsätzlich zur Kranken- und Pflegeversicherung beitragspflichtig.
Dies bedeutet, dass die Zahlstelle aus dem Versorgungsbezug Beiträge berechnet, diese einbehält und an die Krankenkasse abführt.

Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung trägt der Versorgungsbezieher alleine.
Anders als bei versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern leistet die Zahlstelle keinen Anteil zu den Beiträgen.

Die Beiträge werden aus dem gezahlten Versorgungsbezug gezahlt.
Hierbei gibt es jedoch eine Freibetragsgrenze.
Freigrenzen:
2016: monatlich 145,25 €
2017: monatlich 148,75 €
Liegt der gezahlte Versorgungsbezug unter dieser Grenze, so müssen keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden. Achtung aber bei Bezug von mehreren Versorgungsbezügen (siehe nächsten Punkt)!
Liegt der gezahlte Versorgungsbezug über dieser Grenze, so sind aus dem gesamten Versorgungsbezug Beiträge zu berechnen. Die Entscheidung über die Beitragspflicht trifft die Zahlstelle.
Wird der Versorgungsbezug an die Krankenkasse gemeldet, so erhält die Zahlstelle eine Rückmeldung der Krankenkasse. Diese bescheinigt grundsätzlich Beitragspflicht. Ob tatsächlich Beiträge abzuführen sind entscheidet die Zahlstelle.

Versorgungsbezüge sind bis zur Freibetragsgrenze beitragsfrei.
Erhält ein Arbeitnehmer jedoch von verschiedenen Stellen Versorgungsbezüge, so sind alle Versorgungsbezüge zu addieren ob Beitragspflicht oder –freiheit vorliegt.Da der Zahlstelle Informationen über weitere Versorgungsbezüge nicht vorliegen, erhält sie diese von der zuständigen Krankenkasse. Wird ein Versorgungsbezug an die Krankenkasse gemeldet, so wird auch von der Krankenkasse eine Rückmeldung an die Zahlstelle abgegeben.
Werden mehrere Versorgungsbezüge bezogen meldet die Krankenkasse, ob es sich um einen sog. Mehrfachbezug handelt und falls ja, ob nun eine Beitragsabführung erfolgen muss oder nicht.

Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung müssen, wie die GSV-Beiträge, an die Krankenkasse abgeführt werden.
Hierzu ist ebenfalls ein gesonderter Beitragsnachweis an die Krankenkasse zu übermitteln.
Die Beitragsnachweise sind maschinell zu übermitteln. Eine kostenlose Ausfüllhilfe (sv.net) stellen wir Ihnen in unserem Online-Center zur Verfügung.
Mehr zu SV.net finden Sie im Download-Center.
Bitte beachten Sie: Bei Fragen können Sie uns natürlich auch gerne telefonisch kontaktieren. Die Kontaktdaten unseres Arbeitgeber-Serviceteams finden Sie auf der Seite des Arbeitgeber-Serviceteams.

Beiträge werden maximal aus der Beitragsbemessungsgrenze berechnet.
Die aktuellen Beitragsbemessungsgrenzen finden Sie hier.
Einnahmen wie Arbeitsentgelt oder eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden hierbei angerechnet.
Damit die Zahlstelle weiß, ob aus dem Versorgungsbezug noch Beiträge abzuführen sind, teilt die Krankenkasse den sog. VB-Max. mit.
Dieser zeigt der Zahlstelle an, bis zu welcher Grenze Beiträge von der Zahlstelle noch berechnet werden dürfen.

Das Download-Center Ihrer BKK Faber-Castell & Partner bietet Arbeitgebern Zugang zu vielen Servicevorteilen.
Mehr zu SV.net finden Sie Download-Center.
Bitte beachten Sie: Bei Fragen können Sie uns natürlich auch gerne telefonisch kontaktieren. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Arbeitgeber-Serviceteams.

Ihr Ansprechpartner

Frau Natalie Fleischmann
Frau Natalie Fleischmann Beitragsmanagement / Arbeitgeberservice 09921 9602-295 09921 9602-299 Nachricht senden

Bitte beachten Sie:

Unternehmen mit regelmäßig weniger als 30 beitragspflichtigen Versorgungsempfängern können bei deren Krankenkasse eine Entbindung von der Einbehaltungs- und Abführungspflicht der Beiträge beantragen. D. h., dass die Krankenkasse die Beiträge in diesen Fällen von den Versorgungsbeziehern selbst anfordert. Die Meldepflichten der Zahlstellen bestehen jedoch weiterhin (über Beginn, Veränderung, Ende des Versorgungsbezuges).