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Praktikum

Für den erfolgreichen Einstieg in die moderne Arbeitswelt sind praktische Berufserfahrungen, die nebenbei, zum Beispiel in den Schul- oder Semesterferien gemacht wurden, oft ausschlaggebend.

An vielen Hoch- oder Fachhochschulen ist ein Praktikum deshalb sogar in den Prüfungs- oder Studienordnungen vorgeschrieben.

In der Sozialversicherung gibt es eine Vielzahl von Unterscheidungen zu beachten:

Zwischenpraktika

Zwischenpraktika sind in der jeweiligen Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeiten während des Studiums. Für diese Praktika besteht grundsätzlich keine Versicherungspflicht als Arbeitnehmer in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Voraussetzung ist, dass der Praktikant an einer Hoch- oder Fachhochschule immatrikuliert ist. Die Dauer des Praktikums, die wöchentliche Arbeitszeit sowie die Höhe eines gegebenenfalls gezahlten Entgelts spielen dabei keine Rolle.
Wichtig ist jedoch: Bei familienversicherten Studenten ist die Einkommensgrenze zu beachten.
Wer regelmäßig ein monatliches Gesamteinkommen von mehr als 435,00 € (2018) hat, muss sich selbst versichern: entweder als pflichtversicherter Student – oder nach Vollendung des 30. Lebensjahres – als freiwilliges Mitglied. Für geringfügig Beschäftigte, die einen sogenannten Mini-Job nachgehen, beträgt die Grenze 450,00 €.

Vor- und Nachpraktika mit Entgelt

Die genannten Regelungen über die Versicherungsfreiheit als Arbeitnehmer gelten nicht, wenn es sich um ein Vor- oder Nachpraktikum gegen Entgelt handelt. Denn in so einem Praktikum sind Sie nicht an einer Hochschule immatrikuliert. Grundsätzlich besteht dann Versicherungspflicht als Arbeitnehmer in der Kranken- und Pflegeversicherung sowie in der Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Sind diese Praktika jedoch nicht vorgeschrieben, tritt Versicherungspflicht als Arbeitnehmer nur ein, wenn das Praktikum kein Minijob ist (mehr als 450  € monatlich).

Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Regelungen bzw. Unterscheidungsmerkmalen der Praktikumsmöglichkeiten, liegt die Entscheidung über die Sozialversicherungspflicht oftmals im Detail. Deshalb rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen sehr gerne weiter.

Schüler, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, unterliegen grundsätzlich der Versicherungspflicht zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Da allerdings hier meistens eine geringfügige oder kurzfristige Beschäftigung ausgeübt wird, kommt diese Versicherungspflicht nicht zum Tragen. In der Arbeitslosenversicherung gilt, dass Schüler einer allgemein bildenden Schule nicht versicherungspflichtig werden.
Weitere Informationen zum Thema Beschäftigung von Schülern finden Arbeitgeber auf unserer Seite zur Beschäftigung von Schülern und Praktikanten.

Zeitlich befristete Beschäftigungen, mit denen die Zeit zwischen der Schulentlassung und der ersten Aufnahme einer Dauerbeschäftigung oder einer Berufsausbildung überbrückt werden sollen, sind als berufsmäßige Beschäftigungen anzusehen und damit zu allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungspflichtig. Zeitlich befristete Beschäftigungen zwischen Schulentlassung und Aufnahme eines Studiums oder einer weiteren Schulausbildung sind nicht als berufsmäßig zu betrachten, und deshalb versicherungsfrei, wenn das Arbeitsentgelt unter 450 EUR monatlich bleibt, oder die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate befristet ist. Ist dies nicht der Fall, ist die Beschäftigung versicherungspflichtig.

Für Personen, die sich nur zur Erstellung der für den Studienabschluss erforderlichen Diplomarbeit in einen Betrieb begeben und in dieser Zeit neben der Diplomarbeit, keine für den Betrieb verwertbare Arbeitsleistung erbringen, besteht Versicherungsfreiheit zu allen Zweigen der Sozialversicherung.
Studierende, die bereits über einen Hochschulabschluss verfügen, jedoch anlässlich einer Promotion weiterhin an einer Hochschule eingeschrieben sind, unterliegen in ihrer Beschäftigung der Versicherungspflicht zu allen Zweigen der Sozialversicherung, d. h. Versicherungspflicht zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung.

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