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Coronavirus (COVID-19)

Ihre BKK informiert

Eine neuartige Lungenkrankheit - verursacht durch das sogenannte Coronavirus - breitet sich seit Ende Dezember 2019 in China aus und hat inzwischen auch zahlreiche andere Länder erreicht.

Die aktuelle Lage

Weltweit werden verstärkt Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie festgelegt.

Ihre Gesundheit steht an erster Stelle

Als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus (COVID -19) hält die BKK Faber-Castell & Partner Ihre Geschäftsstellen bis auf weiteres für den persönlichen Versichertenkontakt geschlossen.
Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern möchten wir hier konsequent reagieren, mit dieser Entscheidung das Ansteckungsrisiko minimieren und die Verbreitung des Virus so gut es geht eindämmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis für diesen Schritt. Bleiben Sie gesund - Ihre BKK Faber-Castell & Partner. Am Telefon und über unsere Onlineangebote sind wir selbstverständlich gerne für Sie da.

Bitte nutzen Sie unsere kontaktlosen Kommunikationsangebote:

  • Ihr direkter Draht in unsere Geschäftsstellen
  • Über unseren Rückrufservice vereinbaren Sie einfach ein Telefonat
  • Post für die BKK: Krankmeldungen / Briefe / Dokumente können Sie gerne auch in unseren Geschäftsstellen-Briefkästen hinterlassen. Diese werden mehrmals täglich geleert.

BKK Corona-Infotelefon: Telefon 09921 9602-255

Ansprechpartnerin Frau Christine Hain,
Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Immer aktuell angepasste Informationen zur momentanen Situation und Verhaltensempfehlungen erhalten Sie auf den Seiten


Podcast - Coronavirus Update
Der Virologe Prof. Christian Drosten hat SARS-CoV-2 so gut erforscht wie kaum ein anderer. Alle Welt fragt jetzt um den Rat des Institutsdirektors der Virologie an der Berliner Charité - er gibt  nun täglich in der ARD Audiothek Antwort zum Thema Corona-Virus.

Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Was ist das Coronavirus?
Alle Informationen zu SARS-CoV-2 (offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus) und COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das neuartige Coronavirus) sind im Steckbrief zu COVID-19 des Robert-Koch Instituts zusammengefasst.
Dort finden Sie z.B. Antworten auf Fragen zu Übertragungswegen, Krankheitsverlauf und Inkubationszeit.  Das Dokument wird fortlaufend aktualisiert.

Wie vermeide ich eine Ansteckung?
Um eine Ausbreitung zu vermeiden und sich vor einer Ansteckung zu schützen, sollte man folgende Maßnahmen beherzigen:
•    Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel (nach Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vor jeder Mahlzeit)
•    Kontakt der Hände mit Mund, Nase und Augen vermeiden
•    Husten und Niesen nur in die Armbeuge, nicht in die Hände
•    Abstand halten (1 bis 2 Meter)
•    Auf Händeschütteln lieber verzichten

Hier finden Sie die 10 wichtigsten Hygienetipps zur Vorbeugung von Infektionen.

Bezahlt meine Krankenkasse mir einen Coronavirus-Test?
Einer neuen Kostenregelung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zufolge übernehmen gesetzliche Krankenkassen einen Test auf das Coronavirus seit Anfang März immer dann, wenn dieser vom behandelnden Arzt angeordnet wurde.
Insbesondere wenn der Patient direkten Kontakt mit einem Infizierten hatte, oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder in einer Region mit an CoVid-19 Erkrankten aufgehalten hat, ist ein solcher Test anzuraten.
Auch wenn klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Lungenentzündung ohne Alternativdiagnose und ohne erfassbares Risiko hindeuten, rät das RKI zu einem Test. Die Entscheidung darf der Arzt aber unabhängig davon treffen – die Krankenkasse übernimmt die Leistung.
Wie läuft der Coronavirus-Test ab?
Hat sich der Arzt oder die Ärztin für einen Test entschieden, so empfiehlt das Robert Koch-Institut eine Probenentnahme aus den oberen und unteren Atemwegen. Der behandelnde Arzt nimmt also Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum und Proben aus dem Hustenauswurf des Patienten. In einem dafür ausgerüsteten Labor werden dann molekularbiologische Tests durchgeführt, um den Verdacht auf das Coronavirus zu bestätigen oder auszuräumen.

Bekomme ich als Arbeitnehmer in Quarantäne weiter meinen Lohn?
Diese Frage kann mit einem Ja beantwortet werden. Hier greift das Infektionsschutzgesetz. Kann ein Arbeitnehmer wegen Quarantänemaßnahmen nicht am Arbeitsplatz erscheinen ist darin geregelt, dass Arbeitgeber die Betroffenen bis zu sechs Wochen lang in voller Höhe weiterbezahlen müssen. Auf Antrag können sich Arbeitgeber diese Lohnkosten von der zuständigen Behörde erstatten lassen.

Werden  Kosten für  einen zertifizierten Präventionskurs erstattet, der aufgrund der Coronapandemie verändert oder nur begrenzt durchführt wurde?
Eine unvollständige Kursdurchführung oder eine Verlängerung des Durchführungszeitraums eines Kurses wird sich nicht negativ auf eine Kostenerstattung durch die Krankenkasse auswirken.
So kann  aufgrund der Coronapandemie bei einer Unterbrechung die spätere Fortsetzung des Kurses oder die Umstellung auf einen Online-Kurs akzeptiert werden. Sofern dies nicht möglich ist und die Kurseinheiten (80% nach Satzungsregelung) nicht vollständig besucht werden konnten, ist trotzdem eine Rückerstattung an den Versicherten möglich. Sprechen Sie hinsichtlich der Teilnahmebescheinigung mit dem Kursleiter.

Was geschieht, wenn der Arbeitgeber eine Zwangspause verordnet?
Manche Arbeitgeber entscheiden sich dafür, aufgrund der bestehenden Gefahr einer Ausbreitung des Coronavirus innerhalb ihres Unternehmens eine Niederlassung zu schließen. So soll die Ansteckungsgefahr für jeden Einzelnen gesenkt werden, insbesondere wenn es bereits mehrere Mitarbeiter gibt, die sich offenbar infiziert haben oder es eine gehäufte Anzahl bestätigter Infektionen in der Region des Unternehmens gibt.
Im Falle solcher Vorsichtsmaßnahme, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gehälter weiterzuzahlen. Gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) spricht man von einem sogenannten Annahmeverzug, wenn der Arbeitgeber die Arbeitskraft seiner Angestellten nicht abruft. Wenn dem so ist, dürfen Sie als Arbeitnehmer der Arbeit fernbleiben, ohne Konsequenzen zu fürchten.

Arbeitgeber oder Krankenkasse? Wer zahlt wie lange mein Gehalt weiter?
Im Fall einer angeordneten Quarantäne wegen Covid-19-Infektion oder Infektionsverdacht erhält der Arbeitnehmer eine Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber - maximal sechs Wochen lang.
Kommt es tatsächlich zu einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus, liegt arbeitsrechtlich ein normaler Krankheitsfall vor. Das bedeutet, dass auch die üblichen Regeln zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gelten.
Für die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit leistet der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung, anschließend zahlt die Krankenkasse ein sogenanntes Krankengeld.

Welche Regelung gibt es zur telefonischen Krankschreibung?

Stand: 31.04.2020 Ärzte dürfen Patienten ab sofort bis zu 14 Tage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. In solchen Fällen ist die telefonische AU auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Nunmehr gilt diese Regelung der telefonischen Ausstellung der ärztlichen Bescheinigung auch für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes , wenn der Arzt die telefonische Ausstellung als medizinisch vertretbar ansieht. Die Regelung zur telefonischen AU ist bis zum 23. Juni befristet.

Seit 9. März können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) bis maximal sieben Tage ausgestellt bekommen. Sie müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband verständigt.
Die Regelung gilt für Patienten, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 erfüllen. Diese Vereinbarung gilt ab sofort und zunächst für vier Wochen.
Auch die elektronische Gesundheitskarte muss nicht vorgelegt werden – es reicht, die Versichertendaten per Telefon mitzuteilen und die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse mündlich zu bestätigen. Bei Patienten, die der Praxis ohnehin schon bekannt sind, übernehmen die Ärzte die Daten aus der Patientenakte.
Die Entscheidung der Selbstverwaltungs-Partner soll dazu dienen, Patienten und Ärzte zu entlasten. Wer einen begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion hat, sollte jedoch weiterhin einen Arzt oder das Gesundheitsamt anrufen.

Wer betreut mein Kind, wenn die Kita oder Schule wegen Coronavirus-Verdacht schließt?
In solchen Fällen sind Eltern gehalten, eine andere Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder zu suchen. Steht jedoch keine Alternative zur Verfügung, sollte mit dem Arbeitgeber nach einvernehmlichen Lösungen (z.B. Freistellung für ein paar wenige Tage) gesucht werden.
Eventuell existieren auch konkrete Regelungen im Arbeits- oder Tarifvertrag. In jedem Fall muss der Arbeitgeber sofort darüber informiert werden, dass der Arbeitnehmer nicht zur Arbeit kommen kann.
Im Falle einer Erkrankung des Kindes ist evtl. auch an die im Pflegezeitgesetz geregelten Freistellungen zu denken.

Was muss ich als Arbeitnehmer noch beachten, wenn ich unter Quarantäne gestellt werde?
Eine Quarantäne wegen Infektion oder Verdacht auf Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 (Coronavirus) fällt unter das Infektionsschutzgesetz. Der Arbeitgeber ist umgehend über die angeordnete Quarantäne zu informieren.
Kommt es durch eine Coronavirus-Infektion zu einer Arbeitsunfähigkeit, muss eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt angefordert werden. Diese muss dann umgehend dem Arbeitgeber und der Krankenkasse zugestellt werden.

Welche Erleichterungen gibt es für Arbeitgeber beim Kurzarbeitergeld?
Das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld wurde am 15.03.2020 besschlossen. Esgibt der Bundesregierung die Ermächtigung, zunächst bis 2021 Verordnungen zu erlassen, die es erlauben, den Zugang zu Kurzarbeitergeld zu erleichtern, die Betriebe zu entlasten sowie Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern den Bezug von Kurzarbeitergeld zu ermöglichen. Die Erleichterungen betreffen inhaltlich die Reduktion der im Betrieb vom Lohnausfall betroffenen Mitarbeiter auf 10%, den Verzicht auf ein negatives Arbeitszeitsaldo als Anspruchsvoraussetzung sowie ein Erstattungsanspruch des Arbeitgebers für die geleisteten Sozialversicherungsbeiträge. Einzelheiten hierzu erfahren Sie bei der für Ihre Region zuständigen Bundesagentur für Arbeit unter dem Suchbegriff Kurzarbeitergeld.

Gibt es ein Soforthilfeprogramm für Arbeitgeber?
Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingegrichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschafltiche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Können Arbeitgeber die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen bei der Krankenkasse beantragen?
Eine zinslose Stundung der Sozialversicherungsbeiträge ist aufgrund der erleichterten gesetzlichen Bestimmungen momentan befristet bis 30. April 2020 möglich. Fällig werdende Beiträge für die Monate März 2020 und April 2020, können bis zur Fälligkeit  im Mai 2020 gestundet werden.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass vorrangig die mit dem "Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für Kurzarbeitergeld" (vgl. BGBL Teil I vom 14. März 2020,Seiten 493 ff.) sowie mit der Verordnung der Bundesregierung über Erleichterungen der Kurzarbeit (Kurzarbeitergeldverordnung – KugV) geschaffenen Entlastungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus sind vorrangig sonstige Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen zu nutzen, wie etwa die Fördermittel und Kredite, die unter der Federführung des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie als Schutzschirme vorgesehen sind. Die dadurch den Unternehmen zur Verfügung stehenden bzw. freiwerdenden Mittel sind nach entsprechender Gewährung auch für die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge einschließlich der bis dahin gestundeten Beiträge zu verwenden.

Bei der Beantragung der Stundung ist nachzuweisen, dass diese Hilfen bereits in Anspruch genommen werden bzw. beantragt wurden.

Welche Erleichterung gibt es bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung von geringfügigen Beschäftigungen?
Vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 gilt die vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen. Mit dem „Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozial-schutz-Paket)“ vom 27. März 2020 (BGBl I S. 575) werden die Zeitgrenzen für die kurzfristige Beschäftigung  übergangsweise vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Bitte beachten Sie: Eine kurzfristige Beschäftigung liegt jedoch weiterhin nicht vor, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und das monatliche Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt.

Wie können ambulante Pflegedienste Termine zur Feststellung der Pflegbedürftigkeit handhaben?
Beratungseinsätze in der ambulanten Pflege werden bis 30.09.2020 ausgesetzt.
Aufgrund der Coronapandemie wurden die gesetzlichen Vorschriften entsprechend erleichtert. Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit erfolgen anstelle von körperlichen Untersuchungen in der Häuslichkeit oder im Pflegeheim in einer Kombination von Aktenlage und strukturiertem Interview (telefonisch oder digital) mit dem Pflegebedürftigen, einer Pflegeperson oder Pflegekraft und ggf. dem rechtlichem Betreuer.