Menü

COrOna - Wir helfen Weiter

Alle wichtigen Informationen rund um den Coronavirus (COVID-19)

BKK COrOna-InfOtelefOn für Versicherte:TelefOn 09921 9602-400

BKK COrOna-InfOtelefOn für Arbeitgeber:TelefOn 09921 9602-281

Immer aktuell angepasste Informationen zur momentanen Situation und Verhaltensempfehlungen erhalten Sie auf den Seiten


Podcast - Coronavirus Update
Die NDR Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig spricht im Wechsel mit Christian Drosten, Leiter der Virologie in der Berliner Charité, und Sandra Ciesek, Leiterin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt in der ARD Audiothek zum Thema Corona-Virus.

Häufig gesteLLte Fragen und AntwOrten:

Antworten für Versicherte

Alle Informationen zu SARS-CoV-2 (offizielle Bezeichnung desCoronavirus) und COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das neuartige Coronavirus) sind im Steckbrief zu COVID-19 des Robert-Koch Instituts zusammengefasst. Dort finden Sie z.B. Antworten auf Fragen zu Übertragungswegen, Krankheitsverlauf und Inkubationszeit.  Das Dokument wird fortlaufend aktualisiert.

Um eine Ausbreitung zu vermeiden und sich vor einer Ansteckung zu schützen, sollte man folgende Maßnahmen beherzigen:
•    Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel (nach Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vor jeder Mahlzeit)
•    Kontakt der Hände mit Mund, Nase und Augen vermeiden
•    Husten und Niesen nur in die Armbeuge, nicht in die Hände
•    Abstand halten (1 bis 2 Meter)
•    Auf Händeschütteln lieber verzichten

Hier finden Sie die 10 wichtigsten Hygienetipps zur Vorbeugung von Infektionen.

Was ist der Digitale Impfnachweis?
Mit dem digitalen Impfnachweis kann eine Corona-Impfung auf dem Smartphone dokumentiert werden. Informationen wie der Impfzeitpunkt und Impfstoff werden hierbei digital gespeichert, damit vollständig Geimpfte nicht ihren analogen Impfpass (Gelbes Heft) mitführen müssen.

Wie funktioniert der Digitale Impfnachweis?
Apotheken, Arztpraxen oder Impfzentren können einen 2D-Barcode erstellen, den Sie auf einem Papierausdruck mitbekommen. Diesen können Sie im Anschluss mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App einscannen. Dadurch wird eine Impfbescheinigung lokal auf Ihrem Smartphone gespeichert. Bei Ihrem nächsten Restaurantbesuch oder Ähnlichem können Sie dann einfach den Code aus der App vorzeigen. Damit Apotheken, Arztpraxen oder Impfzentren einen Barcode ausstellen können, zeigen Sie bitte Ihren analogen Impfpass und der Personalausweis vor.

Können alle Apotheken, Arztpraxen und Impfzentren das Zertifikat ausstellen?
Auf der Webseite https://www.mein-apothekenmanager.de/ finden Sie alle teilnehmenden Apotheken. Ob Ihr Arzt den digitalen Impfnachweis ausstellen kann, erfragen Sie bitte direkt bei diesem. Personen, die in Zukunft ihre Zweitimpfung in einem Impfzentrum erhalten, bekommen dort auch den Barcode für die App.

Welche Apps können für den Digitalen Impfnachweis verwendet werden?
Der digitale Impfnachweis kann über die CovPass-App und die Corona-Warn-App genutzt werden. Der Digitale Impfnachweis stellt lediglich eine Ergänzung zum analogen Impfpass dar. Selbstverständlich können Sie jederzeit auch Ihren analogen Impfpass vorzeigen oder Sie legen direkt den Papierausdruck mit dem 2D-Barcode vor.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Die Corona-Warn-App ist seit dem 16. Juni 2020 für Nutzer in Deutschland verfügbar. Mit ihrer Hilfe sollen Personen, die Kontakt zu COVID-19-Infizierten hatten, frühzeitiger und genauer über das Risiko einer Ansteckung informiert werden können.

Wichtige Fragen zur Warn-App werden ausführlich auf den Seiten der Verbraucherzentrale beantwortet.

Link zum Google Play Store und zum App Store

Mit Hilfe der CovPass-App können Corona Impfungen digital nachgewiesen werden. In der App des Robert Koch-Instituts (RKI) kann auch der Impfschutz von anderen Personen (zum Beispiel Familienangehörige) gespeichert werden.

Link zum Google Play Store und zum App Store.

Alles zur Imfstrategie in Bayern finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.
Die Krankenkassen haben aktuell keinen Einfluss auf die Terminvergaben.

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass in Deutschland alle Impfstoffe sicher sind.

Vor der Zulassung eines Impfstoffes wird dieser ausführlich unter höchsten wissenschaftlichen Standards getestet und auch nach der Zulassung wird das Präparat weiterhin überprüft. Nebenwirkungen wie beispielsweise leichte Schmerzen an der Einstichstelle sind nach einer Impfung ganz normal. Hinweise auf Langzeitschäden aufgrund einer Corona-Schutzimpfung gibt es nicht.

Wenn Sie noch mehr zur Sicherheit der Corona-Schutzimpfung erfahren möchten, besuchen Sie die Homepage www.infektionsschutz.de.   

Seit August 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Corona-Schutzimpfung für alle 12- bis 17-Jährigen und nun auch für Kinder mit Vorerkrankungen ab 5 Jahren.
Informieren Sie sich auf der Seite der BZgA zum Thema Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche: www.infektionsschutz.de

Ab wann und welchen Personengruppen eine Auffrischimpfung empfohlen wird, basiert immer auf aktuellen wissenschaftlichen Erkentnissen. Das heißt, dass es durchaus Änderungen an den Empfehlungen geben kann und sollte, da ständig neue Daten gesammelt und ausgewertet werden. Alle Informationen zu den aktuellen Empfehlungen finden Sie auf der Homepage des Bundesministerium für Gesundheit.

Zur Feststellung einer Coronavirus-Infektion sind in Deutschland mehrere Testverfahren zugelassen. Auf dem Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege finden Sie dazu ausführliche Informationen.

Auf den Seiten des Robert Koch Instituts finden Sie im Suchportal für Gesundheitsämter Ihr zuständiges Gesundheitsamt ganz einfach über Ihre Postleitzahl.

Angesichts bundesweit wieder steigender Infektionszahlen hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt. Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. 

Die Möglichkeit einer "telefonischen Krankschreibung" zu den bekannten Bedingungen gilt vorerst bis zum 31.05.2022.

Die in Folge der Corona-Pandemie eingeführten Sonderregelungen, die bei Physio- und Ernährungstherapien die Behandlung per Video ermöglichten, sind nun Teil der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen. Allgemein gilt, dass der erste Termin einer Behandlung muss in Präsenz stattfinden muss. Für Folgetermine per Video benötigen die Therapierenden zudem Ihr Einverständnis.

Vereinbarungen in der Physiotherapie
Folgende physiotherapeutischen Behandlungen können nun regelhaft per Video durchgeführt werden:

  • Krankengymnastik für Einzelne und Gruppen (bis zu 50 Prozent der verordneten Einheiten)
  • Krankengymnastik bei Mukoviszidose (bis zu 50 Prozent der verordneten Einheiten)
  • Krankengymnastik für das Zentrale Nervensystem (Bobath) für Kinder und Erwachsene (bis zu drei Behandlungseinheiten)
  • Manuelle Therapie (eine Behandlungseinheit)

Vereinbarungen in der Enährungstherapie
In der Enährungstherapie können die Anamnese und die Intervention per Video durchgeführt werden. Maximal 50 Prozent der verordneten Zeitkontingente dürfen hier per Video erbracht werden.

Wenn Sie im aktuellen Quartal bereits mit der Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Praxis waren, liegen die Versichertendaten bereits liegen vor.

Für Patienten, die in den zurückliegenden sechs Quartalen mindestens einmal in der Praxis waren (bekannter Patient), werden die Versichertendaten aus der Patientenakte übernommen.

Wenn ein Patient in den zurückliegenden sechs Quartalen nicht in der Praxis war, erfragt das Praxispersonal in diesem Fall am Telefon die Versichertendaten (Name des Versicherten, Wohnort des Versicherten (PLZ), Geburtsdatum des Versicherten, Krankenkasse). Für alle Fälle kann die BKK Faber-Castell & Partner für Versicherte auch eine Ersatzbescheinigung ausstellen und diese an den Arzt senden.

Bei der Videosprechstunde hält der Versicherte in diesem Fall seine elektronische Gesundheitskarte in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (mit Versichertennummer) erheben kann.

Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes.

Alle aktuellen Informationen zu den einzelnen Sonderregelungen wie Telefonkonsultation und telefonische AU sind bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu finden.

Dokumente, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht beschaffbar sind, wie z.B. Geburtsurkunden für Babys, können nachgereicht werden.

Die Arzneimittelberatung der BKK Faber-Castell & Partner steht bei Fragen unter der Telefonnummer 09921 9602-255 zur Verfügung.

Die Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit erfolgen anstelle von körperlichen Untersuchungen in der Häuslichkeit oder im Pflegeheim in einer Kombination von Aktenlage und strukturiertem Interview (telefonisch oder digital) mit dem Pflegebedürftigen, einer Pflegeperson oder Pflegekraft und ggf. dem rechtlichem Betreuer.

Eine unvollständige Kursdurchführung oder eine Verlängerung des Durchführungszeitraums eines Kurses wird sich nicht negativ auf eine Kostenerstattung durch die Krankenkasse auswirken.
So kann aufgrund der Coronapandemie bei einer Unterbrechung die spätere Fortsetzung des Kurses oder die Umstellung auf einen Online-Kurs akzeptiert werden. Sofern dies nicht möglich ist und die Kurseinheiten (80% nach Satzungsregelung) nicht vollständig besucht werden konnten, ist trotzdem eine Rückerstattung an den Versicherten möglich. Sprechen Sie hinsichtlich der Teilnahmebescheinigung mit dem Kursleiter.

Die Möglichkeit an Präventionskursen per Live-Videoübertragung teilzunehmen wurde solange verlängert, wie die in den Ländern geltenden Regelungen wegen der Corona-Pandemie eine Durchführung in Präsenz nicht gestatten. Dies gilt auch, wenn eine Durchführung in Präsenz nur für bestimmte Personengruppen (z. B. Ältere oder Personen mit Vorerkrankungen) nicht möglich ist.

Ja und nein! Es kommt auf die Art der Maßnahme und die gesundheitlichen Einschränkungen an. So können und sollten Anschlussheilbehandlungen (z. B. nach Operationen, Herzinfarkt) durchgeführt werden, weil sich sonst das Operations- oder Behandlungsergebnis verschlechtern kann.

Eine solche Maßnahme wird vom Krankenhaus direkt eingeleitet. Andere planbare Maßnahmen (Vorsorge, Mutter-Kind-Kuren) können auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Manche Kliniken können aktuell keine oder nur verringert Patienten aufnehmen. Bitte sprechen Sie mit uns oder mit der Klinik.

Die Fortführung des Rehabilitationssports und des Funktionstrainings als Tele-/Online-Angebot ist als Sonderregelung möglich. Hintergrund ist in der Regel das aktuelle Infektionsgeschehens, die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und die weiterhin erforderlichen Einschränkung der Kontakte, also beispielsweise die Einhaltung der 3G-Regelung, falls diese bei Ihnen vor Ort  zum entsprechenden Zeitpunkt gilt. 

Anträge auf psychotherapeutische Behandlung können gestellt werden und werden auch genehmigt. Um mögliche Ansteckungskontakte zu vermeiden, können die Behandlungen vom Therapeuten als Videotherapien durchgeführt werden. Am besten sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Die Koordinationsstelle Psychotherapie der Kassenärztlichen Vereinigung vermittelt Ihnen Adressen von Psychotherapeuten für Erwachsene und für Kinder bzw. Jugendliche, die der Koordinationsstelle freie Psychotherapieplätze gemeldet haben.

 

Bei einer SARS-CoV-2-Infektion am Arbeitsplatz handelt es sich nur in Ausnahmefällen um einen Arbeitsunfall. Infrage kommen kann allerdings auch eine Anerkennung als Berufskrankheit. Insbesondere Beschäftigte in stationären oder ambulanten medizinischen Einrichtungen und in Laboratorien können hierfür die Voraussetzungen einer Berufskrankheit erfüllen. Das trifft auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu.

Wurde bei Ihnen eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt oder Betriebsarzt über einen möglichen beruflichen Zusammenhang sprechen. Ärztinnen und Ärzte sowie der Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, dem zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger den begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit anzuzeigen. Betroffene haben in diesen Fällen Vorteile, z. B. den Leistungsanspruch nach dem SGB VII und den Entfall der gesetzlichen Zuzahlungen.

Alle ausführlichen Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Im Fall einer angeordneten Quarantäne wegen Covid-19-Infektion oder Infektionsverdacht erhält der Arbeitnehmer eine Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber – maximal sechs Wochen lang. Kommt es tatsächlich zu einer Infektion mit dem Coronavirus, liegt arbeitsrechtlich ein normaler Krankheitsfall vor. Das bedeutet, dass auch die üblichen Regeln zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gelten.

Für die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit leistet der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung, anschließend zahlt die Krankenkasse ein sogenanntes Krankengeld.

Wichtig ist hier, dass im Krankheitsfall, also wenn Sie in der Quarantäne Anzeichen einer Erkrankung haben, in jedem Fall eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt ausgestellt werden muss. Diese übermitteln Sie dann wie gewöhnlich dem Arbeitgeber und der Krankenkasse.

Seit dem 01.11.2021 gilt die Regelung zur Lohnfortzahlung im behördlich angeordneten Quarantänefall nicht mehr für Personen, die eine Impfung nicht in Anspruch nehmen. Eine Ausnahme gibt es bei Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und ein entsprechendes ärztliches Attest vorlegen. Der Beschluss kann auf der Homepage der Bundesregierung nachgelesen werden.

Diese Frage kann mit einem Ja beantwortet werden. Hier greift das Infektionsschutzgesetz. Kann ein Arbeitnehmer wegen Quarantänemaßnahmen nicht am Arbeitsplatz erscheinen ist darin geregelt, dass Arbeitgeber die Betroffenen bis zu sechs Wochen lang in voller Höhe weiterbezahlen müssen. Auf Antrag können sich Arbeitgeber diese Lohnkosten von der zuständigen Behörde erstatten lassen.

Seit dem 01.11.2021 gilt die Regelung zur Lohnfortzahlung im behördlich angeordneten Quarantänefall nicht mehr für Personen, die eine Impfung nicht in Anspruch nehmen. Eine Ausnahme gibt es bei Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und ein entsprechendes ärztliches Attest vorlegen. Der Beschluss kann auf der Homepage der Bundesregierung nachgelesen werden.

Eine Quarantäne wegen Infektion oder Verdacht auf Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 (Coronavirus) fällt unter das Infektionsschutzgesetz. Der Arbeitgeber ist umgehend über die angeordnete Quarantäne zu informieren.

Kommt es durch eine Coronavirus-Infektion zu einer Arbeitsunfähigkeit, muss eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt angefordert werden. Diese muss dann umgehend dem Arbeitgeber und der Krankenkasse zugestellt werden.

Manche Arbeitgeber entscheiden sich dafür, aufgrund der bestehenden Gefahr einer Ausbreitung des Coronavirus innerhalb ihres Unternehmens eine Niederlassung zu schließen. So soll die Ansteckungsgefahr für jeden Einzelnen gesenkt werden, insbesondere wenn es bereits mehrere Mitarbeiter gibt, die sich offenbar infiziert haben oder es eine gehäufte Anzahl bestätigter Infektionen in der Region des Unternehmens gibt.

Im Falle einer solchen Vorsichtsmaßnahme ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gehälter weiterzuzahlen. Gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) spricht man von einem sogenannten Annahmeverzug, wenn der Arbeitgeber die Arbeitskraft seiner Angestellten nicht abruft. Wenn dem so ist, dürfen Sie als Arbeitnehmer der Arbeit fernbleiben, ohne Konsequenzen zu fürchten.

Freiwillig Versicherte zahlen den Beitrag in bisheriger Höhe weiter, haben allerdings einen Anspruch auf AG-Zuschuss.

Beitragsanteil Arbeitgeber (AG): AG-Anteil aus dem Ist-Entgelt sowie den AG-Anteil + Übernahme Arbeitnehmern (AN) - Anteil aus dem fiktiven Entgelt

Beitragsanteil Arbeitnehmer (AN): AN-Anteil aus dem Ist-Entgelt

Minijobber haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Kurzarbeitergeld können nur versicherungspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten.

In bestimmten Fällen können auch Auszubildende Kurzarbeitergeld bekommen. Allerdings erst nach einem Arbeitsausfall von 6 Wochen oder 30 Arbeitstagen. Bis dahin bekommen sie die volle Ausbildungsvergütung. In der Regel sind Auszubildende aber nicht von Kurzarbeit betroffen. Der Ausbildungsbetrieb muss versuchen, die Ausbildung zu ermöglichen, indem er z. B. den Ausbildungsplan umstellt oder Auszubildende in einer anderen Abteilung unterbringt. Wegen des Coronavirus haben vielen Betriebe aber kaum eine andere Möglichkeit, insbesondere wenn der Betrieb geschlossen werden muss. In so einem Fall ist Kurzarbeit auch eine Option für Auszubildende.

Für die Zeit der Erkrankung und vor Beginn der Kurzarbeit erhalten Sie ganz normale Entgeltfortzahlung. Ab dem Zeitpunkt der Kurzarbeit erhalten Sie Ihr Geld weiterhin vom Arbeitgeber in Höhe der Entgeltfortzahlung bzw. Krankengeld in Höhe Kurzarbeitergeld. Dauert die Erkrankung länger an, als Sie Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, bekommen Sie Krankengeld von der Krankenkasse. Dieses Krankengeld wird aus dem Entgelt berechnet, das Sie vor Beginn der Kurzarbeit erzielt haben.

Auch im Homeoffice besteht der gesetzliche Unfallversicherungsschutz, dies bedeutet, dass Unfälle, die zu Hause passieren, auch Arbeitsunfälle sein können. Aber nicht jeder Unfall ist auch gleichzeitig ein Arbeitsunfall. Abzugrenzen ist dabei zwischen dem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit und dem reinen privaten Lebensbereich.

  • Der Gang zur Toilette oder in die Küche zur Nahrungsaufnahme ist keine unfallversicherte Tätigkeit und somit kein Arbeitsunfall.
  • Zum Postboten an die Tür gehen, weil Akten aus der Firma geliefert werden, ist unfallversichert. Erwartet man allerdings ein privates Paket, besteht kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.
  • Ein Treppensturz, weil man im Erdgeschoss die unterbrochene Internetverbindung prüfen möchte, die man für dienstliche Kommunikation benötigt, ist unfallversichert.

Die Entscheidung, ob ein Arbeitsunfall vorliegt oder nicht, trifft grundsätzlich die zuständige Berufsgenossenschaft (BG) des Arbeitgebers. Damit die BG über den Arbeitsunfall informiert wird, hat der Arbeitnehmer den Unfall immer an den Arbeitgeber zu melden. Aufgrund der Zunahme von Tätigkeiten im Homeoffice wird in Zukunft mit bedeutend mehr Gerichtsurteilen zu diesem Thema zu rechnen sein.

Deshalb unsere Empfehlung: Lieber vorsichtshalber den Unfall an die Berufsgenossenschaft melden, damit die Möglichkeit einer Anerkennung über eine gerichtliche Entscheidung gegeben ist.

Wenn bei Schließung der Kita oder der Schule die Betreuung eines Kindes, das aufgrund seines Alters betreut werden muss, nicht anders sichergestellt werden kann, haben die Eltern als Arbeitnehmer in der Regel ein Leistungsverweigerungsrecht, weil ihnen die Erbringung ihrer Leistungsverpflichtung aus dem Arbeitsvertrag unzumutbar ist (§ 275 Abs. 3 BGB). Voraussetzung hierfür ist es aber, dass in keinem Fall eine anderweitige Betreuung möglich ist, also etwa durch Nachbarn, den Ehepartner oder eine eingerichtete Notbetreuung.

Um diese Problematik in der aktuellen Corona-Pandemie aufzufangen, wurden die gesetzlichen Regelungen im Infektionsschutzgesetz ausgeweitet: Arbeitnehmer haben seit dem 30. März 2020 gemäß 56 Abs. 1a IfSG einen Anspruch auf Entschädigung, wenn sie während einer Schul- oder Kitaschließung ihre Kinder unter 12 Jahren selbst betreuen müssen.

Der Arbeitgeber muss einem Arbeitnehmer nach dieser Regelung den Verdienstausfall in Höhe von 67 Prozent des Nettoeinkommens begrenzt auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro erstatten. Diese Verdienstausfallentschädigung kann für maximal zehn Wochen pro Elternteil gezahlt werden. Alleinerziehende haben einen Anspruch auf bis zu 20 Wochen. Arbeitgeber müssen die Entschädigung längstens sechs Wochen für die zuständige Behörde auszahlen, danach ist der Antrag bei der Behörde selbst zu stellen. Die Unternehmen können sich das ausgezahlte Geld von der zuständigen Behörde zurückerstatten lassen.

Diese Regelung gilt vorerst bis zum 19.03.2022. Alle Informationen zu dieser Regelung finden Sie auf der Homepage des Bundesminiteriums für Arbeit und Soziales.

Aufgrund der Corona-Lage wurde die Anspruchsdauer für Kinderkrankengeld im Jahr 2022 nochmals verlängert. Die Regelungen gelten rückwirkend ab dem 05.01.2021 und wurden bis zum 23.09.2022 verlängert. Erfolgt bis dahin keine weitere Verlängerung der Regelung, gilt ab dem 24.09.2022 der Anspruch auf Kinderkrankengeld wieder nur bei Erkrankung des Kinders und entsprechendem Betreuungsbedarf.

Bis einschließlich 23.09.2022 bedeutet das:

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld ist auf 30 Tage pro Elternteil und Kind und damit für Elternpaare pro Kind auf 60 Tage angehoben. Auch für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 30 auf 60 Tage. Bei mehreren Kindern gilt ein Anspruch von maximal 65 Tagen, bei Alleinerziehenden maximal 130 Tage. 

Voraussetzung ist, dass das Kind unter 12 Jahren ist und pandemiebedingt beaufsichtigt oder betreut werden musste, eine andere im Haushalt lebende Person die Beaufsichtigung oder Betreuung des Kindes nicht übernehmen konnte und der Versicherte deshalb seiner Arbeit ferngeblieben ist. Pandemiebedingt ist eine Bescheinigung der Schule bzw. der Einrichtung erforderlich. Sofern das Kind wegen einer Krankheit betreut werden muss, gilt die Bescheinigung des Arztes.

Versicherten ist es freigestellt, ob sie bei pandemiebedingter Betreuung Kinderkrankengeld oder die Leistung nach dem Infektionsschutzgesetz über den Arbeitgeber in Anspruch nehmen. Den aktuellen Stand zu den wichtigsten Fragen und Antworten zu Kinderkrankengeld finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Antrag pandemiebedingtes Kinderkrankengeld

Während die Kinder zu Hause unterrichtet werden, besteht kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz über die Schule, da alle Tätigkeiten dem privaten Lebensbereich des Schülers zuzurechnen sind. Es handelt sich somit immer um rein private Unfälle.

Antworten für Arbeitgeber / Selbstständige

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingegrichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschafltiche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld wurde am 15.03.2020 besschlossen. Es gibt der Bundesregierung die Ermächtigung, zunächst bis 31.03.2022 Verordnungen zu erlassen, die es erlauben, den Zugang zu Kurzarbeitergeld zu erleichtern, die Betriebe zu entlasten sowie Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern den Bezug von Kurzarbeitergeld zu ermöglichen. Die Erleichterungen betreffen inhaltlich die Reduktion der im Betrieb vom Lohnausfall betroffenen Mitarbeiter auf 10%, den Verzicht auf ein negatives Arbeitszeitsaldo als Anspruchsvoraussetzung sowie ein Erstattungsanspruch des Arbeitgebers für die geleisteten Sozialversicherungsbeiträge. Einzelheiten hierzu erfahren Sie bei der für Ihre Region zuständigen Bundesagentur für Arbeit unter dem Suchbegriff Kurzarbeitergeld.

 An dieser Stelle möchten wir Sie auf das System UDO aufmerksam machen: UDO auf http://www.kurzarbeit-einfach.de. UDO ist ein Chat-Bot, der Arbeitgeber leicht verständlich durch das Formular für die Anzeige zu Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit navigiert. Entwickelt wurde UDO im Rahmen des Anfang März 2020 stattgefundenen Hackathons #wirvsvirus in Kooperation mit der Bundesregierung, den die BKK Faber-Castell & Partner unterstützt hat. Bei diesem digitalen Ideenwettbewerb wurden innovative Lösungen für Themen in der Corona-Pandemie entwickelt. 

Der Abgabenrechner zur Kurzarbeit berechnet dem Arbeitgeber sämtliche Beiträge zur Sozial­versicherung im Rahmen der Kurzarbeit. Im Zuge der Nettoberechnung erhalten auch Arbeitnehmer einen direkten Überblick über die zu erwartenden Nettoeinbußen.

Arbeitgeber erfahren Sie alles Wesentliche rund um die Leistung Kurzarbeitergeld auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

An dieser Stelle möchten wir Sie auf das System UDO aufmerksam machen: UDO auf http://www.kurzarbeit-einfach.de. UDO ist ein Chat-Bot, der Arbeitgeber leicht verständlich durch das Formular für die Anzeige zu Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit navigiert. 

 

In bestimmten Fällen können auch Auszubildende Kurzarbeitergeld bekommen. Allerdings erst nach einem Arbeitsausfall von 6 Wochen oder 30 Arbeitstagen. Bis dahin bekommen sie die volle Ausbildungsvergütung. In der Regel sind Auszubildende aber nicht von Kurzarbeit betroffen. Der Ausbildungsbetrieb muss versuchen, die Ausbildung zu ermöglichen, indem er z.B. den Ausbildungsplan umstellt oder Auszubildende in einer anderen Abteilung unterbringt. Wegen des Coronavirus haben vielen Betriebe aber kaum eine andere Möglichkeit, insbesondere wenn der Betrieb geschlossen werden muss. In so einem Fall ist Kurzarbeit auch eine Option für Auszubildende.

Minijobber haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Kurzarbeitergeld können nur versicherungspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten.

Aufgrund der Gesamtsituation bedarf es einer schnellen Lösung:

Ein kurze formlose Stellungnahme des Selbständigen reicht aus, hieraus muss hervorgehen, dass Sie aufgrund der Corona Krise wirtschaftliche Einbußen haben und den Beitrag in der Mindeststufe beantragen. GUV oder BWA können vorgelegt werden.

Zusätzlich eine Kopie des Antrags einreichen, der belegt,  dass während des Lockdowns Soforthilfe beantragt wurde.

Damit erfolgt ab dem Folgemonat des Antrags die Beitragsfestsetzung - unter Vorbehalt - in der Mindeststufe.

Eine Ratenzahlung ist bis zu 12 Monaten zinslos möglich. Sofern die Ratenzahlung länger als 12 Monate andauert, wird im Einzelfall neu entschieden.

Die freiwillige Versicherung bleibt auch während des Bezugs von Kurzarbeitergeld bestehen. Es tritt keine Versicherungspflicht ein und damit auch keine Ummeldung der Beitragsgruppe.

Umlagepflichtig ist nur das IST-Entgelt, also das Entgelt, welches der Arbeitnehmer tatsächlich „erarbeitet“ hat. Das Fiktiv-Entgelt, welches durch die Agentur für Arbeit erstattet wird, ist beitragsfrei zur U1 und U2. Dementsprechend verhält es sich dann auch mit der Umlageerstattung. Bezieht ein Arbeitgeber Kurzarbeitergeld 0 – d. h. Arbeitsausfall zu 100 % (es existiert kein IST-Entgelt), sind keine Umlagebeiträge abzuführen.

U1: Erstattet wird nur das IST-Entgelt, welches der Arbeitnehmer erhalten hätte, wenn dieser nicht arbeitsunfähig gewesen wäre. Das Fiktiv-Entgelt kann in der Umlage nicht erstattet werden, da dieses ja von der Agentur für Arbeit erstattet wird.

U2: Schwangere haben Anspruch auf Mutterschutzlohn während des Beschäftigungsverbots. Der Mutterschutzlohn berechnet sich aus den 3 letzten abgerechneten Entgelten VOR Eintritt der Schwangerschaft. D. h. die Schwangere erhält auch während der Kurzarbeit den vorherigen Lohn ausbezahlt sofern die Schwangerschaft vor Beginn der Kurzarbeit eingetreten ist.